OpenPaper7 - eInk Bilderrahmen mit vielen Zusatzfeatures

E-Ink Bilderrahmen sind voll im Trend. Sie zaubern Kunstwerke in hochwertigen Rahmen an die Wand und man kann problemlos das gewünschte Bild jederzeit ändern.
Der OpenPaper7 macht hier eine richtig gute Figur, vor allem durch die vielen Integrationsmöglichkeiten.


Bestellung, Lieferung und Unboxing

Bestellt wird über die Website https://paperlesspaper.de/. Es gibt 2 Varianten, den OpenPaper 7 und den OpenPaper L. In meinem Test verwende ich den OpenPaper 7.
Das Gerät kommt in einer sicheren und umweltfrundlichen Packung geliefert.
Mit im Lieferumfang sind 4 AAA Baterien, eine Kurzanleitung und natürlich der Bilderrahmen selbst.


Einrichtung

Die Einrichtung geht problemlos vonstatten. Nachdem man die Batterien eingelegt hat, scannt man einen QR-Code mit dem Smartphone und wird dann weiter mittels Wizard durch die Einrichtung geführt. Während der Einrichtung verbindet man den Bilderrahmen mit dem WLAN und legt auch gleich einen Account an.



Design & Haptik

Das Erste, was auffällt: Das OpenPaper 7 schreit nicht „Technik!“. Der Rahmen aus Echtholz (wahlweise Natur, Weiß oder Schwarz) fühlt sich hochwertig an. Zusammen mit dem Passepartout und dem UV70-Museumsglas (für weniger Reflektionen) sieht es aber nicht nur hochwertig aus, sondern ist es ein sehr wertiges Produkt.

  • Kein Plastik-Feeling: Endlich kein glänzendes Polycarbonat.

  • Kabellos: Dank Batteriebetrieb (4x AAA) verschwindet das Gerät ohne Kabelsalat im Regal. Alternativ könnte man den Rahmen aber auch per USB-C betreiben.

Das Display: Die Magie von Spectra 6

Das Herzstück ist das 7,3-Zoll E Ink Spectra 6 Display. Während herkömmliche Farb-E-Reader (wie das Kindle Colorsoft) oft etwas „verwaschen“ wirken, setzt Spectra 6 auf satte Farben.

FeatureSpezifikation
Display-TypE Ink Spectra 6 (Vollfarbe)
Auflösung800 x 480 Pixel (ca. 127 ppi)
MaterialEchtholz (Esche), Museumsglas
KonnektivitätWi-Fi 6, Bluetooth Low Energy; Open Source Firmware
BatterielaufzeitBis zu 6 Monate (bei täglichem Update)


Ich verwende den Rahmen hauptsächlich für Kunstwerke oder Dashboards (die sich nicht zu oft aktualisieren sollten). Für gestochen scharfe Fotos ist eInk meines Erachtens momentan noch nicht gedacht - außer einem stört das Rauschen nicht.


Das „Open“ in OpenPaper: Freiheit statt Cloud-Zwang

Was mich als Tech-Enthusiasten wirklich begeistert, ist die Philosophie hinter Paperless Paper. Das Gerät ist Open Source.

  1. Kein Abo-Modell: Du kaufst die Hardware und sie gehört dir. Punkt.

  2. Eigene Firmware: Wer programmieren kann, kann das Teil komplett umkrempeln.

  3. Viele Integrationen: Es gibt jetzt schon viele Integrationsmöglichkeiten und es kommen weitere dazu (siehe unten)

  4. Kein App-Zwang: Man kann den Rahmen auch komplett per Browser verwenden wenn man möchte.


Die App

Obwohl man den Bilderrahmen auch ohne App verwenden kann, möchte ich kurz darauf eingehen.
Die App ist übersichtlich gestaltet. Am Home Ssreen sieht man das aktuelle Bild und wann das nächste Mal aktualisiert wird.




In der Bibliothek findet man bisher hochgeladene Bilder und kann auch neue hinzufügen. Wenn man selbst ein Bild hochlädt, kann man dieses mit dem eingebauten Editor verändern. Das funktioniert richtig gut. Ebenso kann man im Menüpunkt "Neues Bild+" folgende Integrationen nutzen:
  • Diashow - Das ist mein persönliches Highlight. Hier kann man einfach x Bilder hinterlegen die dann nacheinander angezeigt werden.
  • Kalender / Google Kalender
  • Wetter
  • RSS-Feed
  • Wikipedia
  • Website
  • Integrations-Plugin
  • Geburt & Baby
  • Bevorstehende Filme
  • Verbleibende Tage
  • Tage seit
  • Sonnenaufgang & -untergang
  • Apotheken Notdienst
  • Drucker


Wie man hier schon sieht, gibt es wirklich viele praktische kleine Helfer und genau das unterscheidet den OpenPaper von Mitbewerbern.

In den Account-Einstellungen kann man zB MFA aktivieren oder sich auch einen API-Token generieren. Auch hier wird auf moderne Technik Wert gelegt.

In der Geräte-Übersicht kann man mehrere Bilderrahmen verwalten. Eine ganz wichtige Einstellung pro Gerät ist dabei das Aktualisierungsintervall. Hier legt man fest wie oft das Bild gewechselt werden soll. Dementsprechend verhält sich dann die Batterlielaufzeit. Zu Testzwecken hatte ich mal wenige Minuten aktiviert. Im Normalbetrieb reicht es aber wenn man alle paar Stunden aktualisieren lässt.





Fazit: Für wen ist es gedacht?

Das OpenPaper 7 ist für alle, die „Calm Technology“ suchen. Es ist perfekt als:

  • Digitaler Kunstrahmen, der sich nahtlos in die Wohnung einfügt.

  • Minimalistisches Dashboard für Smart-Home-Status oder Kalender.

  • Smarthome Enthusiasten und Einsteiger, klingt wie ein Widerspruch, ist aber keiner. Beide Gruppen werden mit dem Gerät eine riesige Freude haben, da es einerseits super einfach zu bedienen ist, andererseits aber keine Wünsche bezüglich Integration etc. offen lässt.

Ich bin begeistert von dem Gerät und kann ihn wirklich weiterempfehlen.


Transparenz-Hinweis: Der OpenPaper 7 wurde mir für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine persönliche Meinung oder die Inhalte dieses Testberichts. Mein Urteil bleibt unabhängig und ehrlich.

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